
Auswanderung der Familie Johann Nepomuk Kolb
Treffen der Kolb- und Boh-Familien im Heimatmuseum mit USA-Verwandter Barbara Woodling
Das hätte sich der Auswanderer Johann Nepomuk Kolb (1801 – 1891) bei seiner Emigration aus Kuppenheim 1840 in die USA auch nicht träumen lassen, dass sich 185 Jahre später so viele Verwandte zu einem Nachtreffen einfinden würden.
Der Ahnenforscher Günter Legler vom Historischen Verein Kuppenheim hatte auf Anfrage von Stadtarchivar Uwe Ridinger über zehn lebende Verwandte in der Knöpflestadt ermittelt.
Mit ihnen und dem eigens aus den USA angereisten Ehepaar Woodling ging es am 19.08.2025 zu einer kleinen Entdeckungstour durch die Kuppenheimer Innenstadt. Man wollte den Standort des ehemaligen Wohnhauses der Auswanderer an der Hauptstraße, der heutigen Friedrichstraße, und in der Nähe des Gasthauses „Engel“ und einem fiktiven Allmendgäßel erkunden. Dazu bediente man sich des historischen Stadtplans von 1867, der sich in der Stadtchronik Kuppenheim befindet. Das Gebäude ist heute aber nicht mehr zu ermitteln.
Im Anschluss lud der Historische Verein unter seinem 1. Vorsitzenden Walter Frosch zu einem näheren Kennenlernen und Umtrunk ins Heimatmuseum in der Murgtalstraße ein. Dort konnte Barbara Woodling, deren Ururgroßvater Johann Nepomuk Kolb und deren Urgroßvater Eduard / Edward Kolb (1836 – 1919) ist, zusammen mit ihrem Ehemann Russell über die weitverzweigte Familie anhand von Stammbäumen berichten. Ihre beiden Vorfahren sind in Kuppenheim geboren und in Philadelphia / USA gestorben, in dessen Nähe die Woodlings auch heute wieder leben. Die erste Ehefrau von Johann Nepomuk Kolb war Barbara Boh (geb. 1809 in Kuppenheim – gest. 1853 in den USA).
Damit hatten die Ahnenforscher des Historischen Vereins wieder einmal Nachfahren von ehemaligen Kuppenheimern in ihre ehemalige Geburtsstadt geführt.
